Neuigkeiten vom Verein

10.11.2016 l Lange Schinderei wird mit DM-Titel belohnt
Boxer Agon Gashi aus Vechta ist neuer U-21-Meister – und jetzt will er bei den Männern gleich nachlegen
Sein Lohner Trainer Sergej Markin verordnete ein hartes Vorbereitungs-Programm. Dafür ist sein Schützling jetzt dankbar: „Er hat mich fit gemacht.“

Nächster Triumph für die Talentschmiede des Lohner Boxtrainers Sergej Markin: Sein Schützling Agon Gashi aus Vechta wurde jetzt in Moers Deutscher U-21-Meister im Weltergewicht (bis 69 Kilogramm). Der 20-jährige Gashi freute sich nach seiner letzten Teilnahme bei Junioren-Titelkämpfen und direkt vor seinem Start bei der Elite-DM der Männer in Straubing (15. bis 19. November): „Ich bin sehr zufrieden. Es ist alles wie geplant gelaufen. Und jetzt will ich auch den Titel bei der Elite!“

Im letzten Satz schwang schon eine gute Portion Euphorie mit. Etwas ernster schob der für BW Lohne antretende Gashi nach: „Da wird es natürlich sehr schwer. Aber ich werde alles geben. Und Angst habe ich vor keinem Gegner.“ Das ist für einen Boxer natürlich die passende Einstellung.

Agon Gashis bedeutendster nationaler Titelgewinn – nach eigener Einschätzung bisher nur getoppt von der Bronzemedaille bei der Junioren-Europameisterschaft 2013 – war das Resultat von klarer Überlegenheit gegen seine Widersacher. Aber den erfolgreichen Tagen von Moers ging ein hartes Vorbereitungsprogramm voraus, verordnet vom detailversessenen und gestrengen Sergej Markin.

Der Coach von BW Lohne, aus dessen Schule auch Olympia- und WM-Teilnehmer Erik Pfeifer hervorging, hatte nämlich erkannt, dass Agon Gashi konditionell nachlegen muss. Und zwar deutlich: „Er hat oft in der dritten Runde keinen Dampf mehr gehabt.“ Markin schaut zurück: „Es war wirklich ein hartes Training. Im Lohner Stadion wurde gelaufen, in Vechta haben wir Krafttraining gemacht und am Sandsack gearbeitet.“ Auch Gashis jüngerer Bruder Denis und weitere Jungs aus der BWL-Trainingsgruppe waren dabei. Agon Gashi ist sehr dankbar: „Sergej hat mich richtig fit gemacht.“

Zusätzlich war er durch Auftritte in den Niederlanden, England und Göttingen sowie einen dreitägigen Lehrgang in Gifhorn vorbereitet worden. In Moers, wo elf Kämpfer im Weltergewicht gemeldet waren, hatte Gashi dann genügend Ausdauer für den Ring. Und er spielte seine boxerische Überlegenheit aus.

Der Vechtaer Schüler, der wie sein anderthalb Jahre jüngerer Bruder am Traum Olympia 2020 arbeitet, ließ in seinen ersten beiden Kämpfen nichts anbrennen. Sowohl zum Auftakt gegen Ibragim Gunaev (Minden) als
auch im Halbfinale gegen den Hamburger Daniel Meyer gewann er deutlich mit 3:0 Richter-Stimmen. Vor allem aus Meyers Ecke kamen nachher anerkennende Worte für Gashi, der fast nichts einstecken musste. Auch Markin war beeindruckt: „Er hatte fast keine Spuren im Gesicht. Er hat eine gute Verteidigung und ein gutes Auge.“

Im Finale gegen Arthur Krischanowski aus Kaufbeuren, einen mehrfachen Deutschen Meister, gab es einen schwierigen Auftakt. In der ersten Runde dominierte der Süddeutsche. Markin empfahl Gashi, mehr Druck zu machen. Beide Rechtsausleger schenkten sich anschließend nichts, aber der Vechtaer marschierte zum gerechtfertigten Sieg – mit 2:0 Punkten.

Fünf Richter stimmen ab, drei Urteile fließen per Zufallsgenerator ins Ergebnis ein. Offenbar hatte eins davon Unentschieden gelautet. Sergej Markin bilanzierte: „Auch ich bin sehr zufrieden.“ Und er ergänzte
verschmitzt: „Agon war topfit. Jetzt weiß er, dass das Trainingsprogramm richtig war.“

Zusätzlich zu Pokal und Urkunde erhielt Agon Gashi auch ein Ticket für die DM der Elite. In Straubing könnte er bei seinem Senioren-Debüt im Weltergewicht mit insgesamt 18 Startern auch auf den zehn Jahre älteren Markin-Schützling Slawa Kerber treffen, der noch für BW Lohne boxt und längst wie Erik Pfeifer am Olympia-Stützpunkt Heidelberg aktiv ist.

Auch Gashis Bruder Denis (18) hat schon in naher Zukunft große Ziele. Der U-19-Europameister von 2015 startet ab dem 17. November bei der U-19-Weltmeisterschaft in St. Petersburg. In seiner Klasse im Halbweltergewicht (bis 64 Kilogramm) sind 34 Bewerber dabei.

Zurzeit befindet sich Denis in Nancy/Frankreich auf einem Lehrgang des Deutschen Boxsport-Verbandes. Von dort geht es direkt weiter zur WM nach
Russland. Gewissenhafte Vorbereitung kann nie schaden. Das ist familienintern jetzt bekannt.

Im Bild:

Trophäen direkt am Ring: Agon Gashi (rechts) mit der Meisterurkunde, sein Heimtrainer Sergej Markin mit dem DM-Pokal.
Foto: Markin

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