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13.05.2012 l Noch nie einen so großen Mann gesehen
Das große Los des kleinen E-Jugendfußballers / Thomas Schaaf:„Es ist jedes Mal das gleiche schöne Bild hier“
4500 Zuschauer pilgerten ins Lohner Stadion. Für die vielen Kids darunter ging es dabei nicht nur um Fußball, sondern vor allem um das Erlebnis und um die Jagd nach Autogrammen von den Bundesliga-Stars.

43 Auflaufkinder von BW Lohne, GW Brockdorf und SV Kroge-Ehrendorf warteten auf den Einmarsch mit Spielern und Fahnen, das große Los zog dabei Louis Bünker aus der Lohner E-Jugend:Naldo, der brasilianische Abwehrhüne von Werder Bremen, hatte sich die Hand des 10-Jährigen geschnappt. „Ich fand das ganz gut, ich bin ja eigentlich auch ganz groß für die E-Jugend“, strahlte Louis Bünker im Kreise seiner Teamkollegen. Dann aber gestand er ganz ehrfürchtig: „So einen großen Mann habe ich noch nie gesehen.“

Naldo und Louis – für einen Moment fanden die großen Fußballer in ihren Altersklassen zusammen. Es kam sogar zum Smalltalk. „Er hat mich gefragt, wie alt ich bin und wo ich in der Mannschaft spiele.Und er hat zu mir gesagt: Du bist ja ganz schön groß für zehn Jahre“, erzählte der E-Jugendsteppke begeistert. Diese Nähe zu den Bundesliga- Stars, die sie nur aus dem Fernsehen kennen, trieb vor allem die vielen Kinder und Jugendfußballer ins Lohner Heinz-Dettmer-Stadion; die Kids, die mehr auf Autogramme als auf das Spiel aus waren, sorgten für das besondere Flair dieses Events.

Nach seiner Auswechslung kam Aleksandar Ignjovski nur bis zum Hammerwurfring, da stellte ihn die Meute der Autogrammjäger, er wurde trotz eines Feuerwehrmannes als Bodyguard förmlich ins Netz gedrängt. Über 20 Minuten schrieb und schrieb er dort. „Jeder Fan muss doch sein Autogramm bekommen“, meinte Ignjovski gelassen. Seine in puncto Autogrammjagd erfahreneren Kollegen Tim Borowski, Naldo, Aaron Hunt und Marko Arnautovic trauten sich nach ihrer Auswechslung in der Pause nicht wieder aus dem abgesperrten Bereich heraus und verrichteten ab Mitte der zweiten Halbzeit hinter den Absperrgittern ihre Schreibarbeit.

 Dorthin wollten nach dem Abpfiff auch alle anderen Profis so schnell wie möglich, aber es war bei so vielenn Autogrammjägern ein verdammt langer Weg. Trotz des Gedränges blieb alles irgendwie übersichtlich. „Alles easy hier. Für Sicherheit brauchen wir nicht zu sorgen, einen Fanblock habe ich nicht gesehen“, strahlte Lohnes Polizei-Chef Thomas Geerken trotz der 4500 Zuschauer absolute Gelassenheit aus.Nach Absprache mit den Verantwortlichen im Vorfeld reichten acht Polizisten aus, um in bewährter Zusammenarbeit mit der Lohner Feuerwehr und dem Malteser Hilfsdienst alle Verkehrs- und Zuschauerströme zu lenken.

Die Kids, die teilweise mit 21 Bussen kostenlos zum Stadion gefahren worden waren, plus die gestandenen Fußballfans sorgten für eine schon überraschende Kulisse. „So eine Zuschauerzahl nach dem Saisonende, das ist nicht selbstverständlich. Wir sind aber ja auch ganz bewusst nach Lohne gekommen“, freute sich Ex-Werder-Kapitän Frank Baumann, der sich zudem bei allen Müttern bedankte, die das am Muttertag zugelassen hätten.

Auch Thomas Schaaf stellte in seinen Worten die Veranstaltung an sich heraus: „Es ist mehr als auffällig, was hier bewegt wird in Lohne. Das ist ein Kompliment an euch alle. Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir hier sind. Es ist jedes Mal das gleiche Bild, aber ein schönes Bild.“ Dieses Lob des Werder-Trainers durfte sich der ausrichtende Fanclub Werder-Eck Lohne mit all seinen vielen Mitstreitern ans Revers heften.

Ein schönes Bild gaben auch Naldo und Louis Bünker beim Einlaufen ab. Wenngleich der 10-jährige Lohner E-Jugendkicker gestand: „Eigentlich bin ich ja Bayern-Fan.“ Trotzdem wird er Naldo nicht vergessen.

Zitat
„Ich habe immer gedacht, Ihr wollt etwas Frisches, etwas Knackiges. Ich bin gerne in einer lustigen Runde bei euch dabei, ich weiß aber nicht, ob ich das über Jahre aushalten kann.“
Thomas Schaaf beim Smalltalk im VIPZelt auf die Frage von BWL-Ehrenpräsident Heinz Dettmer, ob er sich vorstellen könne, nach seiner Bremer Zeit Trainer bei BW Lohne zu werden.

Im Bild:
Die Hände zum Trainer: Die Jugendfußballer aus Kroge-Ehrendorf, Brockdorf und Lohne wollten Thomas Schaaf abklatschen – und der prominente Coach machte den Spaß genüsslich mit.
Foto: Schikora

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